Der hl. Wendelinus fand Kraft und Inspiration in der lieblichen Talaue bei St.Wendel. Auf den Pilgerwegen finden auch Sie Ruhe und können inmitten der Natur ihren Gedanken nachgehen.
Der Wendelinus-Pilgerweg (14,9 km) folgt im Wesentlichen dem Verlauf des historischen Pilgerweges. Daran schließen sich drei Rundwege an: Wendelinus- (7,9 km), Marien- (10,5 km) und Mauritius-Rundweg (7,7 km).
An allen Wegen finden Sie Tafeln mit Besinnungstexten, die zum Innehalten und Nachdenken anregen. Sie sollen gleichermaßen Mut machen, Trost spenden oder die Seele stärken.
Hier könne Sie alle Texte zu den Besinnungstafeln als PDF-Dateien herunterladen:
Texte Wendelinus-Pilgerweg PDF
Texte Wendelinus-Rundweg PDF
Texte Marien-Rundweg PDF
Texte Mauritius-Rundweg PDF
St.Wendel geht auf eine merowingische Gründung zurück und trug einst den Namen »Basone villare«. Im Zuge der frühmittelalterlichen Wendelinusverehrung taucht um die Jahrtausendwende in einer Urkunde erstmals der Name »Sankt Wandalino« auf. Unter Balduin von Luxemburg, dem Erzbischof von Trier, kam St.Wendel von einer Herrschaft Verdun zu Kurtrier. Durch sein Bestreben erhielt St.Wendel 1332 die Stadt- und Marktrechte. In dieser Zeit ist auch der Baubeginn der Wendelinusbasilika belegt, die 1460 in einem spätgotischen Stil fertig gestellt wurde. Im Hochgrab am Altar (15. Jh.) befinden sich die fast vollständig erhaltenen Gebeine des Heiligen. Sehenswert sind weiterhin Steinkanzel, Tumba und Grablegungsgruppe. Die Wallfahrten, insbesondere an Pfingsten und in der Wendelswoche im Oktober, sind bis heute von großen Märkten begleitet.
Tholey entstand am Kreuzungspunkt zweier wichtiger römischer Handelsstraßen. Auf den Resten einer aus dem 3. Jh. stammenden römischer Badeanlage errichtete der fränkische Diakon Adalgisel Grimo eine Kirche, die in seinem Testament aus dem Jahr 634 schriftlich belegt ist. Er richtete eine Klerikergemeinschaft ein, die als das älteste Kloster Deutschlands gilt. Im 8. Jh. entwickelte sich daraus die Benediktinerabtei St. Mauritius. Von 1264 bis 1302 wurde die heutige frühgotische Abteikirche erbaut. In der französischen Revolution wurde die Abtei 1794 aufgehoben und erst 1949 wieder besiedelt. Bis heute leben dort die Mönche nach den Regeln des hl. Benedikt.
In Marpingen ist die Marienverehrung seit dem 15.Jh. bekannt. Im Juli 1876 erreichte sie einen ersten deutschlandweit beachteten Höhepunkt, als die Mutter Gottes angeblich drei achtjährigen Mädchen im Härtelwald erschien. Jährlich besuchen tausende Pilger die Marienverehrungsstätte. Kapelle, Kreuzweg, Kreuzigungsgruppe und Marienquelle laden zum Gebet und zur Verehrung der Gottes Mutter ein. In den letzten Jahren hat die Gemeinde Marpingen die Anlage mit großem Aufwand neu gestaltet.
